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Linux-Tipp 13

Kontinuierliche Ausgabe von Systemmeldungen

Praktisch jeder Serverdienst und viele Anwendungen verwenden unter Linux die syslog(3)-Funktion und somit den Syslog-Dämon, um Warnhinweise oder andere wichtige Meldungen auszugeben. Der Syslog-Dämon ergänzt die eintreffenden Meldungen und kümmert sich um die eigentliche Ausgabe und/oder Weiterleitung der Nachrichten. Wohin welche Meldungen ausgegeben bzw. geschrieben werden, definiert die zentrale Konfigurationsdatei des Syslog-Dämons (/etc/syslogd.conf).

Üblicherweise werden Nachrichten, die eine Priorität von info oder höher besitzen, vom Syslog-Dämon in die Datei messages im Verzeichnis /var/log geschrieben. Somit ist diese Datei Anlaufstelle Nummer eins, wenn es gilt, das System zu überwachen oder eventuelle Fehlermeldungen einer neu installierten Server-Software aufzuspüren. Nur: Wie bringt man Linux dazu, diese Datei (oder besser: das Ende dieser Datei) kontinuierlich auszugeben?

Am besten mit dem Utility tail. Tail gibt normalweise immer die letzten 10 Zeilen der Datei aus, deren Dateiname als Parameter übergeben wurde. Tail kennt jedoch zahlreiche weitere Parameter (man tail), unter ihnen auch den Parameter -f (follow):

Beispiel:
tail -f /var/log/messages

Dieser Aufruf von tail, der aufgrund der Zugriffsrechte der messages-Datei root-Rechte erfordert, sorgt für die kontinuierliche Ausgabe (kann mit STRG + C abgebrochen werden) des Dateiendes der Datei /var/log/messages.

Tipp: Für einen derart häufig benutzten und langen Befehl lohnt sich die Einrichtung eines Shell-Alias. Bei einer Red-Hat- oder einer Mandrake-Distribution müssen Sie hierzu lediglich eine Zeile der Form:

Beispiel:
alias monitor='tail -f /var/log/messages'

in die Datei /root/.bashrc eintragen. Wenn Sie nach dieser Erweiterung als Systemverwalter (root) eine Shell aufrufen, aktiviert die Eingabe des Befehls monitor die neue Systemüberwachung. Dies klappt so natürlich nur, wenn Sie die Bash-Shell als Standard-Shell verwenden.

Weiterführende Literatur:

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Linux