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Linux-Tipp 14

Dateityp von unbekannten Dateien ermitteln

Es soll Betriebssysteme geben, die den Dateityp einer Datei immer noch ausschließlich auf Basis der Dateiendung bestimmen. Dabei liegt der Nachteil dieses Verfahrens auf der Hand: Wenn Sie unter Windows beispielsweise ein Microsoft-Word-Dokument mit der Dateiendung *.doc derart umbenennen, dass diese Endung verloren geht, kann das betreffende Dokument anschließend nicht mehr durch ein Doppelklick auf das entsprechende Symbol (Icon) in MS Word geöffnet werden. Aber auch in anderen Fällen erweist sich dieses antiquierte Verfahren als hinderlich. Stellen Sie sich beispielsweise einmal vor, Sie bekommen von einem Kollegen unter dem Betriebssystem Windows ein Dokument ohne eine eindeutige Dateiendung. Mit welcher Anwendung versuchen Sie zuerst, dieses zu öffnen? OpenOffice.org, MS Word oder vielleicht Paint Shop Pro?

Linux-Anwender (und Windows-Benutzer mit einer installierter Cygwin-Umgebung) haben es da deutlich leichter. Ihnen hilft im Zweifelsfall das Utility file, den korrekten Dateityp einer Datei zu ermitteln. Auf Basis der sogenannten Magic-Datei (magic), die je nach Distribution entweder im Verzeichnis /etc, in /usr/share, in /usr/share/misc oder in /usr/share/magic liegt, identifiziert file in einem dreistufigen Verfahren ziemlich zuverlässig (von CorelDraw- und StarOffice-Dateien einmal abgesehen) den Dateityp einer Datei.

Die Syntax für den Aufruf von file ist denkbar einfach: file Dateiname.

Beispiel:
file ./unbekannte_datei.txt

Mit diesem Befehl wird der Dateityp der Datei unbekannte_datei.txt in dem aktuellen (./) Verzeichnis ermittelt. Von der Dateiendung lässt file sich dabei nicht in die Irre führen. Sollte es sich bei unserer Beispieldatei um ein getarntes Word-Dokument handeln, wird file den Etikettenschwindel (.txt) bemerken.

Weiterführende Literatur:

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Linux