Linux-Tipp 15
Die eingebaute Stoppuhr der
Bash-Shell
Die Bash-Shell und fast alle anderen unter Linux
gebräuchlichen Kommando-Interpreter verfügen über
eine eingebaute Stoppuhr. Mit dieser Stoppuhr in Form des
time-Kommandos können Sie die Ablaufzeit von
Programmen messen. Wie genau dies funktioniert, zeigt das
folgende Beispiel:
Beispiel:
time ls -a /home/foo/
Dieses Kommando misst die Zeitspanne, die für Auflistung
(ls) aller Dateien (-a) im Verzeichnis /home/foo/
benötigt wird.
Da der time-Befehl eigentlich dazu dient, die für
die Abarbeitung eines Befehls benötigten
Systemressourcen zu ermitteln, finden Sie am Ende des
time-Befehls nicht nur die reale Zeit, welche die
Ausführung des als Parameter an time übergebenen
Kommandos in Anspruch genommen hat (real ), sondern auch
weitere statistische Informationen wie beispielsweise
die Benutzer-Zeit (user ).
Natürlich können Sie mit time auch etwas
interessante Zeitspannen messen. Beispielsweise könnten
Sie die Zeit, die Sie zum Schreiben und Versenden einer
E-Mail mit dem E-Mail-Client
KMail
benötigen, erfassen (time kmail) oder die Zeitspanne
messen, welche die Ausführung eines komplizierteren
Befehls in Anspruch nimmt (time find /home/foo/dokumente
-type f -print0 | xargs -r0 chmod 644 --). Letzteres
funktioniert jedoch nicht mit dem time-Kommando der
tcsh-Shell, da dieses keine Pipes (|) unterstützt.
Weiterführende Literatur:
-
Die Online-Hilfe von time (man time)
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