Linux-Tipp 5
Automatisierte FTP-Sitzungen
FTP-Sitzungen
müssen nicht immer interaktiv ablaufen.
Der Kommandozeilen-basierte FTP-Client ftp, der jeder
größeren Linux-Distribution beiliegt,
unterstützt auch eine Art
Batch-Modus.
Dazu schreibt man die Befehle, die später automatisiert
ablaufen sollen, in eine normale Textdatei und übergibt
diese anschließend dem Client. In der Praxis sieht
dies beispielsweise wie folgt aus:
Zunächst wird mit
touch [Dateiname der Batch-Datei]
die betreffende Batchdatei erstellt. In diese werden
anschließend die gewünschten FTP-Kommandos
zeilenweise eingetragen.
Beispiel:
user BENUTZERNAME GEHEIM
cd incoming
bin
put ./test.jpg
bye
Durch die obige Befehlfolge meldet sich der Benutzer
BENUTZERNAME mit dem Kennwort GEHEIM an dem FTP-Server an,
wechselt in das Verzeichnis incoming auf dem
entfernten Server, aktiviert den binären übertragungsmodus
(bin), lädt die Datei test.jpg auf den FTP-Server hoch
und beendet die FTP-Sitzung (bye).
Damit das Ganze funktioniert, muss dem FTP-Client jedoch
noch mitgeteilt werden, dass er diese Batch-Datei verwenden
soll. Dies erledigt ein Aufruf der Form:
cat [Dateiname der Batch-Datei] | ftp -n
[Adresse des FTP-Servers]
Dass vor dem Einsatz einer solchen Batch-Datei zuvor die
prinzipelle Lauffähigkeit der verwendeten Befehle
(get, put, bin etc.) mit dem
betreffenden FTP-Server getestet werden sollte,
versteht sich von selbst.
Allerdings sollte man auch einen Nachteil dieser
Lösung im Hinterkopf behalten: Die Batch-Datei
beinhaltet das Kennwort im Klartext.
Weiterführende Literatur:
-
Die Online-Hilfe des FTP-Clients ftp (man ftp)
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