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Linux-Tipp 8

Brace-Expansion spart Tipparbeit

Praktisch alle unter Linux gebräuchlichen Shells (bash, zsh, tcsh und so weiter) beherrschen die sogenannte Brace-Expansion. Unter diesem Feature versteht man die Möglichkeit, Textlisten in geschweiften Klammern zu expandieren. Was dies konkrekt bedeutet, lässt sich am besten anhand eines Beispiels demonstrieren:

Beispiel:
ls *.{html,gif}

Dieser Befehl listet alle Dateien im aktuellen Verzeichnis auf, deren Dateiname auf .html oder auf .gif endet.

Dieses Ergebnis hätte man auch ebenso gut ohne die Brace-Expansion erreichen können – nämlich direkt durch die Eingabe des Befehls ls *.html *.gif. Das Leistungsmerkmal der Brace-Expansion lässt sich jedoch auch in etwas komplizierteren Fällen einsetzen:

Beispiel:
mkdir ./{private/{,alex,thomas},public}

Dieser Befehl legt in dem aktuellen Verzeichnis (./) die folgenden Unterverzeichnisse an:

  • ./private/
  • ./private/alex
  • ./private/thomas
  • ./public

Praktisch, oder?

Weiterführende Literatur:

  • Die Online-Hilfe der Bash-Shell (man bash, dann mit / nach Brace suchen)
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