Tipps und Tricks aus allen Bereichen 3
Problemlose Monitorkalibrierung
Ist es Ihnen auch schon einmal passiert, daß ein mühsam
gestaltetes CD-Cover
oder der gerade fertiggestellte Internet-Auftritt auf
dem Rechner eines Bekannten farblich anders aussah als auf
Ihrem System?
Probleme mit dem Farbmanagement
Derartige Probleme liegen fast immer in einem fehlerhaften
Farbmanagement begründet. Nun würde es zu weit
führen, dieses komplexe Thema im Rahmen eines
Tipps zu besprechen, zumal hierzu schon ganze Bücher
geschrieben wurden (einen guten Einstieg in diese Thematik
bietet das Buch Farbkorrektur von Hella Wargalla). Doch
können wir Ihnen einen Tipp geben, wie Sie das eingangs
beschriebene Problem spürbar entschärfen können.
Die Grundlage jedes brauchbaren
(PC)-Farbmanagements ist
die Kalibrierung d. h. das
Einstellen der Farben und des
Gamma-Wertes
des Monitors. Unter Microsoft Windows wird hierzu zunächst
das entsprechende Monitor-Profil installiert, das
zum Lieferumfang des Monitors gehört (oder mindestens
gehören sollte). Die darauf folgenden Schritte sind
unter Linux und Windows gleich:
Testprogramme helfen
Mit Hilfe eines Testprogramms, das verschiedenfarbige Balken
in fest definierten Abstufungen anzeigt, werden über
die Einstellungen des Monitors die Farbwerte für Rot,
Grün und Blau (RGB) sowie Helligkeit und Kontrast
eingestellt. Ziel ist es hierbei, die verschiedenen Werte
derart einzustellen, dass jede Abstufung im Testbild gut zu
erkennen ist.
Und genau hierbei leistet unter Linux das Programm Monica
wertvolle Hilfe. Es zeigt nicht nur die benötigen
farbigen Balken an, sondern erlaubt Ihnen auch, die
diesbezüglichen Einstellungen des
X-Servers
(grafische Oberfläche) zu modifizieren. Dies ist
besonders dann nützlich, wenn auf Ihrem PC mehrere
Betriebssysteme zum Einsatz kommen oder der Monitor mit
Hilfe der eigenen Einstellungen nicht optimal konfiguriert
werden kann.
Doch Monica hat noch einen weiteren Vorteil: Anders als
ähnliche Programme unter Linux – zu nennen wäre
hier beispielsweise das sehr gelungene
KGamma von Michael v. Ostheim –
benötigt Monica kaum zusätzliche Bibliotheken und
kann deswegen auf so ziemlich jeder Linux-Distribution
(Red Hat ab 6.2,
Debian ab 2.2
und so weiter) sofort eingesetzt werden. Nach dem Einspielen
der vorbereiteten Binärdatei kann Monica direkt
gestartet werden.
Weiterführende Literatur:
-
Die Homepage von Monica
-
VTool – ein
Programm zur
Online-Kalibierung des Monitors (arbeitet
aufgrund einiger JavaScript-Fehler nicht mit dem
Netscape-Browser 4.7x zusammen)
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