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Problemlose Monitorkalibrierung

Ist es Ihnen auch schon einmal passiert, daß ein mühsam gestaltetes CD-Cover oder der gerade fertiggestellte Internet-Auftritt auf dem Rechner eines Bekannten farblich anders aussah als auf Ihrem System?

Probleme mit dem Farbmanagement

Derartige Probleme liegen fast immer in einem fehlerhaften Farbmanagement begründet. Nun würde es zu weit führen, dieses komplexe Thema im Rahmen eines Tipps zu besprechen, zumal hierzu schon ganze Bücher geschrieben wurden (einen guten Einstieg in diese Thematik bietet das Buch Farbkorrektur von Hella Wargalla). Doch können wir Ihnen einen Tipp geben, wie Sie das eingangs beschriebene Problem spürbar entschärfen können.

Die Grundlage jedes brauchbaren (PC)-Farbmanagements ist die Kalibrierung d. h. das Einstellen der Farben und des Gamma-Wertes des Monitors. Unter Microsoft Windows wird hierzu zunächst das entsprechende Monitor-Profil installiert, das zum Lieferumfang des Monitors gehört (oder mindestens gehören sollte). Die darauf folgenden Schritte sind unter Linux und Windows gleich:

Testprogramme helfen

Mit Hilfe eines Testprogramms, das verschiedenfarbige Balken in fest definierten Abstufungen anzeigt, werden über die Einstellungen des Monitors die Farbwerte für Rot, Grün und Blau (RGB) sowie Helligkeit und Kontrast eingestellt. Ziel ist es hierbei, die verschiedenen Werte derart einzustellen, dass jede Abstufung im Testbild gut zu erkennen ist.

Und genau hierbei leistet unter Linux das Programm Monica wertvolle Hilfe. Es zeigt nicht nur die benötigen farbigen Balken an, sondern erlaubt Ihnen auch, die diesbezüglichen Einstellungen des X-Servers (grafische Oberfläche) zu modifizieren. Dies ist besonders dann nützlich, wenn auf Ihrem PC mehrere Betriebssysteme zum Einsatz kommen oder der Monitor mit Hilfe der eigenen Einstellungen nicht optimal konfiguriert werden kann.

Doch Monica hat noch einen weiteren Vorteil: Anders als ähnliche Programme unter Linux – zu nennen wäre hier beispielsweise das sehr gelungene KGamma von Michael v. Ostheim – benötigt Monica kaum zusätzliche Bibliotheken und kann deswegen auf so ziemlich jeder Linux-Distribution (Red Hat ab 6.2, Debian ab 2.2 und so weiter) sofort eingesetzt werden. Nach dem Einspielen der vorbereiteten Binärdatei kann Monica direkt gestartet werden.

Weiterführende Literatur:

  • Die Homepage von Monica
  • VTool – ein Programm zur Online-Kalibierung des Monitors (arbeitet aufgrund einiger JavaScript-Fehler nicht mit dem Netscape-Browser 4.7x zusammen)
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